Industrieverband Halbzeuge und
Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.
Aktuelles pro-K: Flussspat, der Rohstoff für Fluorkunststoffe wird auch im Schwarzwald abgebaut

pro-K: Flussspat, der Rohstoff für Fluorkunststoffe wird auch im Schwarzwald abgebaut

Frankfurt am Main, 4. April 2019. Woher kommt der Rohstoff für Fluorkunststoffe? Dieser mehr als spannenden Frage ging die pro-K Fachgruppe Fluorkunststoffe im Rahmen ihrer Frühjahrstagung in Hornberg nach. Sämtlichen Fluorpolymeren ist gemein, dass sie auf dem Rohstoff Calciumfluorid basieren. Calciumfluorid ist auch bekannt unter dem Namen Flussspat.

Flussspat wird heute insbesondere in großen Lagerstätten in China und der Mongolei abgebaut. Aber auch in Deutschland, u.a. im Schwarzwald, gibt es Lagerstätten des für die Verarbeiter von Fluorkunststoffen wichtigsten Rohstoffs. Grund genug für die Fachgruppe sich mit der Gewinnung von Flussspat aus heimischen Lagerstätten einmal genauer auseinanderzusetzen und sich aus erster Hand zu den Vorkommen, Abbaumethoden und Aufbereitungsverfahren zu informieren.
Auf Einladung der Sachtleben Bergbau GmbH & Co. KG erhielten die Mitglieder der Fachgruppe ausführliche Informationen zu den Vorkommen an Flussspat im Schwarzwald und den Methoden des Abbaus. Derzeit werden ca. 30.000 Jahrestonnen Flussspäte gewonnen. Dazu kommen noch eine Reihe weiterer Mineralien, wie z.B. Schwerspäte, die gemeinsam mit dem Flussspat abgebaut werden.

Aufgrund der Größe der Fachgruppe und den begrenzten Kapazitäten bei der Besichtigung der Abbauvorkommen wurde die Fachgruppe zur Besichtigung in zwei Teile geteilt. Die erste Gruppe fuhr in die Grube Clara im Rankachtal bei Oberwolfach ein und konnte sich unter Tage ein Bild über die modernen Abbaumethoden machen, in der rund um die Uhr die wertvollen Mineralien abgebaut werden. Die zweite Gruppe bekam einen tiefen Einblick in die Aufbereitung des abgebauten Materials, wo nach vorheriger Zerkleinerung mittels Schwertrübescheidung und Flotation letztendlichen der begehrte Flussspat in diversen Qualitätseinstellungen gewonnen wird.

pro-K
Als Trägerverband des Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie e.V. (GKV) vertritt der pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. als Spitzenverband die Hersteller von Konsum- und Halbfertigprodukten aus Kunststoff gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ralf Olsen
Telefon +49 69 2 71 05-30
E-Mail: ralf.olsen@pro-kunststoff.de

Teilen: